Marrakesch. Die rote Stadt. Heiß. Hektisch. Exotisch. Ein Labyrinth aus Gassen. Voller Menschen und Motorrädern. Mit Gauklern und Geschichtenerzählern. Fremden Gerüchen und unbekannten Gesichtern. Und wir mit Kleinkind mittendrin. Im Fastenmonat Ramadan. Geht das gut?

Vor der Reise haben wir uns das auch gefragt: Vier Tage Marrakesch, mit einer 2-Jährigen, und dazu noch im Ramadan. Wie wird das wohl werden? Gut, ziemlich gut sogar! Marrakesch hat uns alle fasziniert…

Wer ankommt, taucht direkt ein in den Trubel der Stadt. Der Weg zur Unterkunft ist schon das erste Abenteuer. Zumindest wer für ein paar Tage wie wir mitten in der Medina, der Altstadt Marrakeschs, leben will. Durch ein Labyrinth aus Gassen geht es hindurch, immer mit schnellen Schritten hinter dem Wagen mit unserem Gepäck her. Unsere Tochter haben wir in die Manduca gesetzt.  Ganz wichtig, um entspannt anzukommen: Nicht auf eigenen Faust samt Gepäck losziehen. Denn dann hat man alle paar Meter jemanden an der Backe, der einem zur Unterkunft führen will – natürlich für viel Geld. Am besten lässt man sich den Transfer von seinen Gastgebern organisieren! Alleine findet man meist nicht hin: Die Adresse unseres Riads konnte nicht mal Googlemaps anzeigen…

Ruhe in den Souks

Nicht nur für Erwachsene, besonders für Kinder ist Marrakesch wie ein großes Wimmelbuch. Immer gibt es unzählige Dinge und Menschen zu sehen. Ruhe? Nicht in Marrakesch. Vor allem die Medina pulsiert Tag und Nacht. Also am besten mittenrein in den Trubel, sich treiben lassen durch die Gassen, mit dem Strom, gegen den Strom, immer tiefer rein. Ausruhen kann man sich ja auch später wieder zuhause.  Ausgestorben sind die engen Gassen eigentlich nur  im Ramadan, während des Abendgebets und beim Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Dann strömen alle in die Moscheen, die Souks gehören einem ganz alleine. Für Kleinkinder ist das super: Endlich rennen und toben, ohne gefährlichen Gegenverkehr.

 

 

Action für Kinder

Spielplätze gibt es in Marrakesch nicht. Macht aber nichts! Kinder finden selbst an den kleinsten Ecken und Plätzen Möglichkeiten, um zu spielen. Ein Sandhaufen, bunte Stoffreste oder andere Kinder, schon ist der Nachwuchs beschäftigt. Und die Marokkaner sind zu Kindern besonders herzlich. So macht der Trip durch die Stadt der ganzen Familie Spaß.

Genug vom Trubel? Dann ab in die Pferdekutsche und in 20 Minuten einmal quer durch die Stadt bis zum Jardin Majorelle. Dort gibt’s Schatten, Blumen und herrlich viele Blautöne, die schon den Modedesigner Yves Saint Laurent verzaubert haben.

 

 Pfefferminztee am Pool

Special-Tipp für die Mittagshitze: Siesta! Dafür am besten in der Medina ein Riad buchen, ein Wohnhaus mitten in der Stadt, mit dicken Mauern und Innenhof, am allerbesten mit kleinem Pool. Dann wird die heiße Mittagszeit ganz einfach zur entspannten Familienzeit.